Skeptic as hell - Die Welt im Blick…

Medien-Wissenschaft-Religion

Mal was anderes: Welcher Filmheld bist Du?

Verfasst von Stefan am 16. April 2008

Ich finde solche Tests ja hochgradig sinnlos. Aber lustig ist es trotzdem… ;-)

Das bin ich: (interssant ist die Nähe zwischen Jim und Indiana Jones…)

Indiana Jones : 75%
Jim Levenstein (American Pie) : 74%
Néo (Matrix) : 72%
Maximus (Gladiator) : 72%
Tony Montana (Scarface) : 71%
James Bond : 68%
Forrest Gump : 68%
Eric Draven (The Crow) : 68%
Hannibal Lecter : 68%
Batman / Bruce Wayne : 65%
Yoda (Star Wars) : 61%
Schrek : 61%

Quel héros de film es-tu ?

[via liveh8]

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Es darf geforscht werden.

Verfasst von Stefan am 12. April 2008

Der Bundestag hat am Freitag über die Novellierung des Stammzellgesetzes abgestimmt und konnte sich erfreulicherweise zu einer zwar halbherzigen, jedoch akzeptablem Lösung durchringen.

Die bisherige Stichtagsregelung wurde aktualisiert, so dass jetzt embryonale Stammzellen (ESZ), die bis zum Stichtag 01. Mai 2007 erzeugt wurden, eingeführt und für die Forschung verwendet werden dürfen.
Für die Wissenschaft ergibt sich jetzt endlich die Möglichkeit, in diesem Bereich Anschluss zu halten und mit ausländischen Forschern auf diesem Gebiet zu kooperieren.

Kampf zweiter Ethiken

Natürlich wird dieses Ergebnis nicht von jedem so positiv gewertet. Im Leitartikel der Frankfurter Rundschau schreibt Karl-Heinz Karisch vom “Kampf zweier Ethiken“. Zwar halte ich diese Aussage nicht für realitätsgetreu, weil es zu viele Grauzonen in der Diskussion gibt, aber der Gegriff “Kampf” trifft die durch Lügen und Verleumdung gekennzeichnete Debatte ganz gut. Wie ich bereits hier und hier schrieb, wird von Seiten der Bedenkenträger und “Lebensschützer” mit teils unlauteren Methoden versucht, eine Stimmung in der Bevölkerung zu erzeugen oder zumindest vorzutäuschen, die die Forschung in dieser Form ablehnt.

Kritik seitens der Katholischen Kirche

Die katholischen Glaubensfunktionäre, wie z.B. Hassnichtprediger Kardinal Meisner oder Bischof Gebhard Fürst sind natürlich not-amused davon, dass eine Forschungsministerin der CDU, dazu noch katholische Theologin, offenbar eine wichtige Wegbereiterin für die Gesetzesnovellierung war.

Dafür erhält sie große Schelte und es hat (wie erwartet) auch nicht sehr lange gedauert, bis die Nazi-Keule rausgeholt wurde.

Die CDU habe nun den „ersten Schritt zu einer völligen Liberalisierung“ getan, sagte er. Fürst war von 2001 bis 2005 Mitglied des Nationalen Ethikrates und gilt innerhalb der katholischen Kirche als Fachmann für Fragen der Bioethik. Auch die Nationalsozialisten, so Fürst, hätten Menschenversuche mit der Begründung gerechtfertigt, hiermit die Heilungschancen anderer Menschen zu verbessern. July warnte vor der „Instrumentalisierung menschlichen Lebens“. Die Entscheidung des CDU-Parteitags habe den Weg zu „weiteren Verfügbarkeitsansprüchen“ bereitet.

(siehe auch Godwins-Law)

Diese Art und Weise der Diskussion ist sinnbildlich und macht für mich besonders deutlich, dass es den Gegnern nicht um eine Sachdebatte geht. Dieser Vergleich kann nicht realitätsferner sein und ist eine Frechheit.

In einer AFP-Meldung, die bereits am Donnerstag veröffentlich wurde, ist zu lesen:

Auch der Bioethik-Experte der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Peter Liese (CDU), wandte sich gegen eine Stichtagsverlegung. Eine Aufweichung des Embryonenschutzes könne “international schwerwiegende Folgen haben”, erklärte Liese in einer vom Bundesverband Lebensrecht verbreiteten Stellungnahme im Rahmen der Initiative www.deine-stammzellen-heilen.de.

Wem der “Bundesverband Lebensrecht” irgendwie bekannt vorkommt:

Das war der Initiator der Umfrage, die ich hier beschrieben habe. Kurzfassung:
Manipulation der Fragestellung, bis man nur noch die “richtige” Antwort geben kann. Dafür darf dann die Wahrheit auch gerne etwas kreativ ausgelegt werden…

menschlicher Embryo 5 Tage altMein Fazit:

Alles in allem ist der aktuelle Gesetzesbeschluss genau das, was man erwarten konnte. Die beiden Extreme (totales Verbot und totale Freigabe) hätten keine parlamentarische Mehrheit zu stande gebracht. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Diskussion mehr auf eine Sachebene begibt. Mir fehlt da allerdings ein bisschen die Hoffnung.

[Bilder: de.wikipedia.org]

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Die Zensur geht weiter…

Verfasst von Stefan am 11. April 2008

Der Hintergrund

Wie Heise online berichtet, war der Gesetzentwurf zur Änderung des Jugendschutzgesetzes bezgl. “gewaltverherrlichender Spiele” am Donnerstag zur ersten Lesung im Bundestag.

Ziel ist es, den Gewaltbegriff in diesem Zusammenhang zu definieren und dadurch gewisse Spiele automatisch zu indizieren. Bisher war das nur bei “allein gewalt- und kriegsverherrlichenden” Spielen möglich. Mit dem neuen Gesetzesentwurf soll sich diese BeschränkungScreenshot Americas army jedoch massiv ausweiten. Es steht zu erwarten, dass der Großteil der Egoshooter, aber auch Spiele wie GTA die (wie Kritiker meinen sehr schwammigen) Kriterien erfüllen.

Dass Frau von der Leyen einige sehr “interessante” Einstellungen dazu hat, wie Moral, Gesetz und Jugend auszusehen und was sie zu lesen hat ist ja bereits bekannt. Die Kampagne zur Bekämpfung unliebsamer Computerspiele, die - und das sind sich offenbar die meisten Unionspolitiker auch ohne wissenschaftliche Grundlage einig - ist nötig, um die Verrohung und Gewaltbereitschaft der Jugend zu mindern. Aus Bayern kamen aus diesem Grund auch Rufe nach einen “Totalverbot von Killerspielen” (Beckstein).

Es scheint so, als ob diese Kampagne nach und nach erfolgreicher in Richtung Gesetzgebung rückt.

Warum bezeichne ich das als Zensur?

Wie ich auch in Gesprächen mit Freunden und Kommilitonen feststellte, haben sich nur wenige wirklich mal Gedanken darüber gemacht, was das eigentlich bedeutet. Einige waren der Überzeugung, dass es ja schliesslich nötig sei, damit es keine Amokläufe und sowas gäbe und das es ja kein richtiges Verbot sei.Diablo 2 Screenshot

Faktisch ist es jedoch so, dass eine Indizierung in sehr vielen Fällen dazu führt, dass solche Software nicht mehr für den deutschen Markt produziert wird bzw. aufgrund des Werbeverbotes und der umfangreichen Handelshemmnisse praktisch nicht zu bekommen ist.

Wenn die Tendenz dieses zunehmenden Jugendschutzes in dieser Form weitergeht, können wir uns auf ideologische Verbote unliebsamer Medien freuen.

Es ist eigentlich offensichtlich, dass die Regierung durch ihre Indizierungspraxis eine verdeckte Zensur betreibt, die alle Dinge, die nicht in das persönlich Weltbild passen, verbieten will. Dies findet leider meistens sehr unauffällig statt, in wenigen Fällen, wie z.B. dem Ferkelbuch wurde es besonders im Internet aber auch in der Presse öffentlich diskutiert.


Wirkung?

Im Gegenzug ist die tatsächliche Wirkung dieser Maßnahmen umstritten. Praktisch gibt es keinen Nachweis dafür, dass diese Spiele einen entscheidenden Einfluss auf Gewalttaten haben. Vielmehr sind wohl andere Faktoren deutlich wichtiger. Niemand leugnet sicherlich, dass Medien aller Art unsere Gefühle beeinflussen können. Eine einfach Kausalität zwischen Medien und Verbrechen ist allerdings abzulehnen. (weitere Informationen dazu)

“Granufink-Zensur” und “Rentnerpolitik”

Die Überschrift enthält Bezeichnungen, die ich bei Heise in den Kommentaren gefunden habe. Persönlich bin ich kein Freund dieser Polemik, sie enthält jedoch ein Fünkchen Wahrheit.

Asterix und obelix kampf gegen roemer

Es wird der EIndruck erweckt, als würde eine Politik stattfinden, in der man alles verbietet, das man nicht versteht. Ich würde mal die Vermutung äußern, dass nur ein winziger Bruchteil der Bundes- oder Landtagsabgeordneten selbst Computerspiele spielt oder zumindest mal gespielt hat. Der Großteil dürfte seine Jugend in einer Zeit verbracht haben, wo es sowas gar nicht gab und auch in fortgeschrittenem Alter kaum an Interesse gewonnen haben, diese Spiele zu spielen oder sich ernsthaft damit auseinander zu setzen.

Daher ist es wohl kein Wunder, dass (diese Tatsache sieht man sehr gut am Beispiel Günther Beckstein, CSU) das Geschrei mancher Politiker nach einem Verbot nur durch die groteske Unwissenheit und Uninformiertheit über das Thema übertroffen wird. Besonders deutlich macht das die undifferenzierte Verwendung des Begriffes “Killerspiele”, u.a. leider auch in den großen Medien. (Hinweis: “Mensch ärgere dich nicht” ist danach nämlich auch eins…)

Unendliche Geschichte

Ich will hier jetzt gar nicht das Rad neu erfinden. Andreas Müller (”DerAutor”) hat beim HPD bereits vor einiger Zeit eine vierteilige Serie zum Thema “Killerspiele” veröffentlicht.

Teil 1: Killerspiele: Was ist das?

Teil 2: Fantasie und Realität

Teil 3: Gefahren und Vorzüge virtueller Gewalt

Teil 4: Eine Frage des Respekts

Hier wird das Thema sehr differenziert aufgearbeitet und stellt für den interessierten Leser eine gute Zusammenfassung dar.

Ich würde mich über Kommentare zu dem Thema freuen.

[via HPD, Heise online, Stigma Videospiele]
[Bildquelle: HPD-online]

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Impfen ist böse.

Verfasst von Stefan am 10. April 2008

Weitergen (aka Science in Society) berichtet, dass es zur Zeit eine Masernepidemie in Österreich gibt. In Deutschland gab es im letzten Jahr am Niederrhein ebenfalls ein gehäuftes Auftreten im Bereich Wesel.

Die Überraschung könnte groß sein, weil man eigentlich davon ausgehen sollte, dass eigentlich durch flächendeckenden Impfungen in den Industrieländern Masererkrankungen zur Ausnahmen gehören.

Das wäre auch so, gäbe es nicht Bevölkerungsanteile, die sich wehement den Impfungen verweigern.

Natürlich ist es völlig legitim, sich Gedanken über Krankheiten und Impfungen zu machen und ggfs. auch mal Risiko (das in manchen Fällen faktisch besteht) gegen den Nutzen abzuwägen. Dies muss aber aufgrund rationaler und fundierter Grundlagen geschehen. Und das ist leider häufig nicht der Fall.

Zitat eines befreundeten Kinderarztes:

“Ich kläre alle Eltern über die entsprechenden Impfungen auf und nehme mir viel Zeit dafür, um Prinzip, Wirkung und Risiken umfassend zu erleutern. Danach erwarte ich von den Leuten auch, dass sie ihre Kinder entsprechend den STIKO-Empfehlungen impfen lassen. Tun sie das nicht, müssen sie sich einen anderen Arzt suchen, weil ich es nicht zulassen kann, durch die Ignoranz weniger Eltern die Gesundheit der anderen Patienten zu gefährden.”

Ignoranz ist ein gutes Stichwort. Die Entscheidungen der meisten Impfgegner beruhen nicht auf einer rationalen Grundlage. Meist sind es anthroposophische bzw. alternativmedizinische Einstellungen oder religiöse Gründe [die Grenzen sind da fließend), die oft mit Halbwissen und Propaganda gepaart zur Impfverweigerung führen.

Gerne werden dabei z.B. der Rückgang oder die Ausrottung schwerer Erkrankungen ausdrücklich nicht in Verbindung mit dem Beginn der Impfungen gebracht. Ich habe da schon die abstrusesten Dinge lesen müssen.

Traurigerweise gibt es auch nicht wenige Ärzte, die diese Einstellung teilen und verbreiten.

Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Tendenz abnimmt, sonst leiden auch die Menschen darunter, die sich ernsthaft Gedanken über das Thema machen.

[via weitergen]

Nachtrag:
Besonders interessant sind die Kommentare zu dem Beitrag. Dort nimmt u.a. auch ein Vertreter der betroffenen Rudolf-Steiner-Schule in Salzburg Stellung zu dem Thema.

Spannend finde ich in diesem Zusammenhang, dass er (und offenbar auch einige andere) die Tatsache abstreiten, dass Anhänger der Anthroposophie überdurchschnittlich oft Impfungen kritisch gegenüber stehen. [und das mal völlig losgelöst von dem konkreten Fall in AUT)

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Brauchen Werte Gott?

Verfasst von Stefan am 10. April 2008

Bei den Brights fand ich heute einen sehr schönen Artikel über die Frage, ob ethische Werte eine religiöse Grundlage brauchen.

Sehr unaufgeregt und differenziert stellt Dr. Sikandar Siddiqui das Thema dar und kommt zu, wie ich finde, nachvollziehbaren Schlüssen.

[...]Zugleich stellt sich aber die Frage, ob sich hinter dem Gleichklang der Formulierungen nicht doch sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber verbergen, anhand welcher die Leitlinien für das Zusammen­leben innerhalb einer Gesellschaft geregelt werden soll, und auf welchen Gebieten überhaupt ein solcher Regelungsbedarf besteht.

Die Berechtigung dieser Frage wird durch die Art und Weise unterstrichen, wie der Wertebegriff in der Alltagssprache gebraucht wird: Ethische Werte sind – pragmatisch gesprochen - Eigenschaften, die eine Handlung, Auffassung oder Verhaltensregel besitzen oder zum Ausdruck bringen muss, um als gut gelten zu können. Doch bei dem Versuch, diesen Begriff näher zu konkretisieren, können verschiedene Personen zu sehr unterschiedlichen Aussagen kommen: Darüber, ob beispielsweise Vaterlandsliebe, familiärer Zusammenhalt, Disziplin und ökonomische Effizienz - oder internationale Solidarität, Selbstverwirk­lichung, Zivilcourage und sozialer Ausgleich - als Werte anerkannt werden sollten, dürfte auch in Zukunft noch intensiv nachgedacht und kontrovers gestritten werden.

Noch komplizierter ist es erfahrungsgemäß, zwischen zwei oder mehr konkurrieren­den Werten zu entscheiden, deren Gültigkeit prinzipiell als gegeben unterstellt wird. Wie etwa ist in Situationen zu entscheiden, wo mehr ökonomische Effizienz im Betrieb nur zu Lasten des lieben Vaterlandes erreichbar ist, etwa weil ausländische Lieferanten besser und billiger produzieren als ihre inländischen Konkurrenten? Was ist zu tun, wenn ein höheres Maß an sozialem Ausgleich dauerhaft nur durch eine höhere Einkommensteuer­progression erreichbar ist, die von vielen Betroffe­nen als Beschränkung ihrer Selbstverwirk­lichungsmöglichkeiten empfunden wird? Der relativ abstrakte Charakter des Wertebegriffs sowie die Vieldeutigkeit und potenzielle Widersprüchlichkeit seiner konkreten Interpretationen lassen es wenig realistisch erscheinen, sich von allgemein gehaltenen Appellen an „unsere Werte“ entscheidende Impulse zur Lösung konkreter gesellschaftlicher Konflikte und Problemstellungen zu erhoffen. [...]

Das Original findet ihr hier bei Philosophia online.

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Expelled: Was steckt dahinter?

Verfasst von Stefan am 9. April 2008

Als ich soeben zwei Kommilitonen über “Expelled” und die Protagonisten dieser ganzen Aktion berichten wollte, erntete ich größtenteils Unverständnis und unwissen. Selbst Gesichter wie Richard Dawkins oder Christopher Hitchens waren unbekannt. Ich bin entsetzt. Daher möchte ich das hier nochmal aufgreifen.

Bereits seit einiger Zeit ist bei “Evil under the sun” regelmäßig etwas über “Expelled: No intelligence allowed” zu lesen: ben stein luther

JLT stellt immer wieder haarsträubende Infos über diesen Film und seine Macher zusammen.

Die Hintergründe, insbesondere Karriere und Beweggründe werden wohl auch vom extrem konservativen Sender FOX beleuchtet…

Wirklich interessant das ganze.

Den Rest des Beitrags lesen »

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Musiktipp: Roy Zimmerman

Verfasst von Stefan am 2. April 2008

Ein grandioser Musiker, der es versteht in seinen Liedern gewisse Dinge treffend zu karikieren.

Wer ihn noch nicht kennen sollte: Sehr empfehlenswert!

http://www.royzimmerman.com/

http://de.wikipedia.org/wiki/Roy_Zimmerman

http://www.youtube.com/user/RoyZimmerman

Creation Science:

War on Terror:

Kennt jemand noch Ted Haggard? “Don’t be arrogant!”

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Fitna und die Kritik

Verfasst von Stefan am 1. April 2008

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich überhaupt etwas dazu schreiben soll, aber folgenden Artikel möchte ich den Lesern nicht vorenthalten.

Im Artikel in “Die Zeit” geht der Autor auf verschiedene Kritiker des Films ein. Darunter die TAZ, Henryk M. Broder und Mina Ahadi.

==> Die Zeit Leserartikel

Fitna bei Wikipedia.

Der Film “Fitna” ist bei youtube.com zu sehen:



Die Kritik, die besonders seitens der Politik und der öffentlichen Personen geübt wird, ist absolut unpassend und wird dem ganzen nicht gerecht. Man muss den Film nicht gut finden. Man muss aber überdenken, in wie fern seine Aussagen den Tatsachen bzw. der Grundlage des muslimischen Glauben entspricht. Ich bin überzeugt, dass Wilders sich die Verse nicht ausgedacht hat und die verwendeten Bilder kennen wir wohl alle. Interessanterweise wird das gar nicht kritisiert.

Die meiste Kritik geht ausschliesslich an die Person Wilders und an die Tatsache, dass er es gewagt hat, diesen Film zu machen und ihn mittels eines Hypes in die Öffentlichkeit zu bringen.

Die Tatsache, dass Liveleak den Film aufgrund von Morddrohungen entfernen musste, zeigt doch ganz deutlich, dass da was dran ist. Niemand (auch Wilders) wird behaupten, dass alle, die sich als Muslime bezeichnen mit dem Bombengürtel durch die Gegen laufen. Fakt ist aber, dass -übrigens ebenso wie auf der christlichen Seite- die Menschen, die sich sehr genau an ihre “Vereinssatzung” (M.Schmidt-Salomon) halten, nicht mit den Prinzipien der mehr oder weniger aufgeklärten Gesellschaften kompatibel sind.

Bei den anderen muss man sich fragen, ob es nicht eher eine Art kulturelle Religion (vergleichbar mit einem Großteil der Juden) ist, die nichts mehr mit dem eigentlichen Glauben zu tun hat. Im Übrigen sind diese ja gar nicht von den Vorwürfen betroffen.

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Aufhetzung des Volkes

Verfasst von Stefan am 1. April 2008

Wie Welt online berichtet, ist ein Verlag, der Richard Dawkins “The God Delusion” (dt. Der Gotteswahn) in der Türkei vor Gericht gezerrt worden.

Grund für das Verfahren ist das Türkische Strafrecht, das in seinem §216 “Angriffe gegen heilige Werte” unter Strafe stellt. Offensichtlich ist es selbst der türkischen Justiz peinlich, eine solche Strafverfolgung durchzuführen.

Geradezu belustigend, wenn es nicht so traurig wäre, ist das Gutachten eines Theologen, welches vom Staatsanwalt in Auftrag gegeben wurde:

Welt online:
“Ein Gutachter wurde bestellt, nicht gerade der Neutralste, sondern ein Theologie-Professor. Die Lektüre machte auch ihn wütend. „Wir wissen alle, wozu die Mohamed-Karikaturen geführt haben“, steht in dem Gutachten. Das beweise, dass solche Veröffentlichungen heikel seien, und Dawkins’ Buch sei „viel provokanter“ als die Karikaturen. Es gehe Dawkins nicht um wissenschaftliche Wahrheitssuche, nur um Provokation, und das schädige „nationale Einheit und Zusammenhalt“.”

Natürlich. Die Karikaturen sind schuld. Nicht die Menschen, die Häuser in Brand setzen. Und weil ein Buch provokant ist, hat es keine Berechtigung mehr, von den Menschen gelesen zu werden. Kennen wir ja.

Wem jetzt irgendwelche Parallelen zu Deutschland mit dem oder dem hier einfallen, der ist schon ganz stark mit atheistischer Propaganda infiziert.

Zum Glück scheint es auch in der Türkei kein großes Interesse zu geben, den armen (vielleicht etwas naiven) Verleger zu bestrafen. Selbst der Staatsanwalt will das offenbar verhindern:

“Der Staatsanwalt versuchte sich beim letzten Verhandlungstermin elegant aus der Affäre zu ziehen. Der Angeklagte habe keine Straftat begangen, argumentierte er trotz des von ihm selbst bestellten Gutachtens – weil Karaarslan das Buch nur veröffentlicht, nicht aber geschrieben habe. Auf Deutsch: Dawkins selbst ist schuldig, aber man kann ihn – Allah sei Dank – nicht verklagen. “

Aber in Deutschland brauchen wir gar nicht so laut zu schreien. Schliesslich gibt unser Strafrecht prinzipiell eine solche Anklage her (§166 f. StGB) und sie wurde in einem anderen Bereich auch schon durchgezogen.

Ob es für ein Land, dass Mitglied der Europäischen Union werden möchte, zuträglich ist, regelmäßig Journalisten und Verleger vor Gericht zu bringen, weil sie entweder Attatürk oder den Islam beleidigt haben, ist sicherlich fraglich.

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Statistik und so…

Verfasst von Stefan am 31. März 2008

Als ich via HPD diesen Artikel las:

Tagesanzeiger.ch:Mehr Muslime als Katholiken

Auf der Welt gibt’s es erstmals mehr Muslime als Katholiken. Dies zeigen Zahlen aus dem Vatikan.

Laut dem statistischen Büro des Vatikans stellen die Katholiken 17,4 Prozent der Weltbevölkerung, die Muslime 19,2 Prozent. Grund sei unter anderem die hohe Geburtenrate in islamischen Ländern. Alle Christen zusammen machten rund 33 Prozent der Weltbevölkerung aus, hiess es.

Allerdings könne der Vatikan nur für die Zahlen der Katholiken garantieren, da für die Erstellung wissenschaftliche Methoden angewendet worden seien - nicht aber für die Zahlen der Muslime. «Die Daten, die wir aus der islamischen Welt erhalten haben, basieren auf Schätzungen, die wiederum auf dem Bevölkerungswachstum beruhen», sagte Vittorio Formenti, einer der Verantwortlichen des statistischen Jahrbuchs des Kirchenstaates. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2006.

(sam/sda)

kam mir der Gedanke, ob da nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. An dieser Aussage stören mich (neben den im Artikel erwähnten Erfassungsproblemen folgendes:

  • Müsste in einem wirklichen Vergleich nicht Christen/Muslime vergleichen werden, oder ehrlicherweise Katholiken/Sunniten, Schiiten, Alveiten (was auch immer es da noch so gibt)?
  • Ich halte es in Staaten wie Saudi-Arabien, Teilen von Africa oder im Iran (Liste ist nicht abschliessend!) gelinde gesagt für unmöglich, die tatsächliche Glaubensrichtung zu erfassen. Herr Ahmadinedschad hat ja auch überzeugt davon gesprochen, dass es z.B. Homosexualität im Iran nicht gäbe[1]. Soviel zur ehrlichen Einstellung zur Existenz Andersgläubigen. Wieso sollte das gerade in diesem Bereich anders sein.
  • Wieviele offizielle Katholiken sind wirklich katholisch? Ich bin (Überraschung!) auch katholisch. Denn dank der Nordrhein-Westfälischen Regierung kostet der Austritt zur Zeit 30 EUR. Das sehe ich aber gar nicht ein, solange ich ohnehin keine Kirchensteuer bezahle. Ich hoffe, dass da jemand erfolgreich gegen klagt - ich kann mir die Klage zur Zeit nicht leisten. ;-)

[via HPD]
[1] http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2796258,00.html

Nachtrag:

Offenbar beschäftigen sich auch noch andere mit dieser Meldung. Wenn auch mit einem ganz anderen Gedanken:

Muslim zu sein, könnte eine Mode sein. Es ist grad “in”. Ich weiss nicht, wie ernst der Blogger das meint.

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