
Steinigung in GB…
7. Februar 2008Man mag es nicht glauben, aber scheinbar war kürzlich Drogen-Ausverkauf in England. Anders kann ich mir folgende Aussagen des Erzbischof von Canterbury nicht erklären.
Wie Welt online berichtet, unterstützt das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche die Einführung der Sharia als gleichberechtigtes Rechtssystem in Großbritannien.
(Welt-online:)
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Der Primas der Church of England und Oberhaupt der weltweiten anglikanischen Gemeinde, Rowan Williams, hat in einem Radio-Interview der BBC eine kontroverse Meinung zum Zusammenleben zwischen Muslimen und andere Bevölkerungsgruppen in Großbritannien vorgetragen: Es sollte auf der Insel, so sagte der Erzbischof von Canterbury, das islamische Gesetz der Scharia zugelassen werden und denjenigen Moslems offen stehen, die es dem britischen Rechtssystem vorzögen. Ein solcher Schritt sei „unvermeidbar“. Das Vereinte Königreich müsse „der Tatsache ins Auge blicken“, dass sich einige der Bürger nicht mit britischem Recht identifizierten.
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Wie schade, dass sich einige Bürger nicht mit dem Recht ihres (zum Teil ausgewählten) Landes identifizieren können. Na dann sollten wir mal Recht einführen, das uns genehm ist. Gehts noch?
Einige Aspekte der Scharia zu übernehmen, könne helfen, soziale Spannungen zu vermeiden. Muslime sollten so beispielsweise bei Ehe- oder Finanzstreitfällen zwischen den Rechtssystemen wählen können.
Williams sagte auch, die Scharia müsse besser verstanden werden. Es gebe jedoch auch unhaltbare Aspekte. „Niemand, der Recht bei Sinnen ist, will in diesem Land die Unmenschlichkeiten sehen, die mit der Praxis des Rechts in einigen islamischen Staaten verbunden ist.“[..]
Na klar. Nach dem „Christentum light“ kommt jetzt die „Sharia zero“. Wir picken uns mal eben die Dinge raus, die uns in den Kram passen.
[via brightsblog]





Tatsächlich wird ja in vielen islamischen Ländern genau ein solches rauspicken betrieben. Die Sharia in Reinkultur gilt nur in sehr wenigen Ländern.
Ich finde die Vorstellung im Zivilrecht selbst gewählte Rechtssysteme zu haben gar nicht so uninteressant. Man bräuchte halt definierte Schnittstellen. Das sowas überhaupt denkbar geworden ist, ist Ausdruck der Globalisierung und der damit einhergehenden Schwächung der Nationalstaaten. Territorien mit einheitlichem Recht werden immer mehr obsolet. Tatsächlich passiert das ja auch schon überall rund um den Globus: Sonderwirtschaftszone heisst das dann z.B.
Gut geschrieben. Der Bischof muss in Rente,
würd` ich mal sagen. Oder er soll das
Kalifat ausrufen …
Extrem, wie weltweit die light-version des
Fundamentalismus auf dem Vormarsch ist.
http://jacquesauvergne.wordpress.com/
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