h1

Wissenschaftsblogs: Quo vadis?

27. Juni 2008

In meinem Beitrag von Mittwoch ging ich ja bereits darauf ein, dass ich die Ausrichtung dieses Blogs etwas verändern möchte.

Nun stellt sich aber die Frage, wie es im Allgemeinen mit Bloggern aus der wissenschaftlichen Szene bestellt ist und welchen Stellenwert sie einnehmen.

In der Wissenswerkstatt geht Marc (wohl nicht zum ersten mal) darauf ein, wo zur Zeit noch Unterschiede zwischen der deutschen und US-amerikanischen Bloggerszene bestehen. Er führt aus, dass diese Art von wissenschaftlicher Kommunikation deutlich besser etabliert ist als bei uns.

Auch für mich, der sich noch als Student durch die universitären Stromlinien manövrieren muss, stellt sich die Frage, was ich hier eigenlich mache.
Schade ich mir vielleicht damit? Bringt es vielleicht doch Vorteile?

Ehrlich gesagt: Keine Ahnung.
Ich mache das im Moment, weil es mir Spaß macht. Ich hoffe allerdings, dass Marc Zukunftsvisionen der wissenschaftlichen Blogs tatsächlich so oder so ähnlich Realität werden. Denn persönlich finde ich diese Form des wissenschaftlichen Diskursen sehr angenehm und auch für den nicht-akademiker ist die Barriere nicht mehr so groß.

Darüber hinaus haben wir mit diesen Blogs die Möglichkeit, dem pseudowissenschaftlichem Treiben im Internet entgegen zu treten. Wir erreichen vielleicht auch die Menschen, die nichts mit akademischem Wissen zu tun haben oder zu tun haben wollen. Diese Chance sollte man nicht unterschätzen.

2 Kommentare

  1. „Wir erreichen vielleicht auch die Menschen, die nichts mit akademischem Wissen zu tun haben oder zu tun haben wollen.“

    Das bezweifle ich eben leider. Genau eben bei Wissenschaftsblogs, aber auch bei allen Themenblogs generell ist die Leserschaft im Allgemeinen „biased“: Jeder liest schlussendlich die Blogs (regelmässig), die seine Meinung repräsentieren, und bestärkt sich so selber in seinen Überzeugungen, statt sich möglichst vielen neuen Einflüssen zu unterziehen – und weil Blogs eben oft sehr themenspezifisch und einseitig sind, fällt das noch leichter. Bei traditionellen Medien mit mehreren Autoren (allerdings auch z.B. bei den Wissenslogs.de und Assoziierten) ist das meiner Meinung nach viel weniger der Fall…


  2. Ich habe da wohl etwas mehr Hoffnung. Denn ist ein unvorbelasteter Mensch auf der Suche nach Informationen zu einem Thema, dann nutzt er eine Suchmaschine.

    Anhand meiner Statistik sehe ich sehr häufig, dass dort Suchbegriffe auftauchen, die nur von einem „Laien“ stammen können.

    Überraschenderweise werden viele Blogbeiträge relativ weit vorne gelistet.

    Mir ist es lieber, wenn ein Suchender bei den Suchmaschinen auf einen seriösen Wissenschaftsblogger trifft, wenn er z.B. nach Impfinformationen oder Evolutionstheorie sucht. Man muss dabei vielleicht auch manch anderen Seiten etwas Paroli bieten…



Kommentar schreiben