
Biofuel, wohin führt uns der Weg?
12. Juli 2008Wie Lars Fischer in seinem Blog “abgefischt” in “Biodiesel, auf ein Neues” bereits dargelegt hat, sind die heute genutzten und ach so tollen Biokraftstoffe (Biodiesel, Bioethanol, etc.) alles andere als “Bio”, zumindest, wenn man da den “Bio”-Begriff der Medien und der Politik benutzen will.
Jetzt stellt sich aber trotzdem die Frage, wie es weiter gehen soll. Haben wir zur Zeit alternative Kraftstoffe, die tatsächlich Zukunftspotenzial haben?
Zwar gibt es seit einigen Monaten, in denen die Ölpreise in gigantischem Ausmaß stiegen, viele Stimmen, die für den Abbau des Ölschlammes vor der brasilianischen Küsten und ähnlicher Projekte plädieren, – das ist unter den Preisbedingungen nämlich auf einmal wirtschaftlich geworden – das kann in meinen Augen jedoch nicht der Weg sein.
Klar, es verschiebt einen Teil der Probleme (nämlich das Ende der erreichbaren Ölvorkommen) um einige Jahre und würde südamerikanischen Länder vermutlich zu steigendem Wohlstand verhelfen, eine langfristige Lösung ist dadurch aber nicht zu erwarten. Vielmehr ist das ein Weg, der die Entwicklung von Alternativen deutlich verlangsamen könnte.
Einen Ansatz – wenn vielleicht auch nicht die Lösung – wäre der Gewinn von Öl aus Biomasse, die nicht in Konkurrenz mit den Nahrungsmitteln stehen. In diesem Bereich gibt es bereits mehrere Ansätze.
Die Kansas State University hat ein Projekt gestartet, Makroalgen (also die Algen, die man in Pflanzenform in praktisch allen Gewässern finden kann) für die Ölgewinnung zu nutzen. Bei “abgefischt” stellt Lars dieses Konzept sehr anschaulich vor. Seine Einwände, dass es da noch einige Unwägbarkeiten gibt
Klingt gut, oder? So ganz traue ich der Sache allerdings noch nicht. Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, an denen derartige Projekte scheitern könnten, nicht zuletzt anderes Meereslebewesen, das diesen Monokulturen an den Kragen gehen könnte, sei es Pflanzenfresser, Parasiten oder konkurrierende Makroalgen.
teile ich allerdings.
Aber, auch da stimme ich ihm zu, ist der Versuch ein guter Ansatz, der die Forschung auf diesem Gebiet mit großer Sicherheit vorran bringen wird.
In Deutschland ist man auch aktiv und forscht im Rahmen der Exzellenzinizitive, die der RWTH Aachen ein Exzellenzcluster zum Thema: “Maßgeschneiderte Kraftstoffe aus Biomasse” ermöglicht hat, ebenfalls an dieser Art der Kraftstoffgewinnung.
Hierbei gilt der Hauptaugenmerk offensichtlich in erster Linie den Verfahren zur Verwertung der Biomasse als deren Anbau. Allerdings ist eine effiziente Nutzung dieser ebenfalls begrenzten Resourcen notwendig und ermöglicht in Kombination mit alternativer Gewinnung von Pflanzenmasse (die nicht die Nahrungsmittelversorgung gefährdet) eine zukunftsorientierte Energiegewinnung.
Abschliessend bleibt für mich, meine Hoffnung auf erfolgreiche Konzepte auszudrücken. Mal sehen, was da noch kommt.




